Die Macht der unterdrückten Probleme und Gefühle

Woran merken Sie, dass Sie Probleme schon längere Zeit unter den Teppich kehren, ignorieren oder leugnen?
Alles, was wir wegdrücken, kostet Energie. Unglaublich viel Energie. Und die fehlt da, wo man sie wirklich braucht. Sie sind irgendwie ständig müde, schlapp und lustlos ohne körperliche Ursachen.
Wobei sich irgendwann auch der Körper unangenehm zu Wort meldet, wenn Sie negative Emotionen dauerhaft mit Verachtung strafen. Körper und Seele sind nämlich ein unschlagbar gutes Team. 😉
Ein weiteres Indiz kann eine permanente unterschwellige Gereiztheit sein. Die halt auch mal heftig ausfällt, wenn zusätzlicher Stress auftaucht.
Sie ziehen sich zurück. Auch von wohlwollenden Menschen in Ihrem Leben. Zu groß ist die Gefahr, dass sich Ihre Unzufriedenheit offenbart und unbequeme Fragen riskiert.
Kommt Ihnen irgendwas bekannt vor?!

Krise als Chance

Jetzt bin ich mal unbequem. Wohlwollend unbequem: Krisen bringen Probleme schonungslos ans Tageslicht. Ja oft intensivieren sie diese gleichzeitig noch. Wenn Sie sich also zum Beispiel Ihre Beziehungsprobleme schon lange mehr oder weniger erfolgreich deckeln und schön reden, haben sie aktuell eine reale Chance, Ihnen um die Ohren zu fliegen.
Die nun schon seit über einem Jahr andauernde Corona-Krise fordert uns alle, bringt uns an unsere Grenzen und darüber hinaus. Faule Kompromisse funktionieren jetzt nicht mehr.
„Auch das noch!“, denken Sie  jetzt vielleicht. Aber es ist auch eine Chance, Probleme anzugehen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Wir haben mehr Zeit als üblicherweise, da viele unserer gewohnten Freizeitaktivitäten wegfallen.
Wenn Sie also die Krise als Ihre Chance nutzen möchten, vereinbaren Sie einen Termin mit mir: 06421/98 37 05.

Trauer ist individuell

Trauer ist ein sehr individueller Prozess, mit dem jeder Mensch anders umgeht.
Fünf Trauerphasen nach Elisabeth Kübler-Ross:
Phase 1: Leugnen
Phase 2: Zorn
Phase 3: Verhandeln
Phase 4: Depression
Phase 5: Akzeptanz
Auch diese Phasen sind bei jedem/r Betroffenen unterschiedlich lang. In den meisten Fällen gehen sie über das allgemein übliche Trauerjahr weit hinaus. Was häufig problematisch ist, denn wenn sich Trauernde mit ihren Kernfragen beschäftigen, ist ihre Umwelt längst zu ihrem Alltag zurückgekehrt.
Wichtig für Trauernde ist es, alle Gefühle zuzulassen, sie sich zuzugestehen und sich Zeit zu nehmen. Ein Bewusstsein zu entwickeln für Bedürfnisse, sich selbst ernst zu nehmen.
Und vor allem, den Mut haben, sich professionelle Hilfe zu suchen, wenn man das Gefühl hat, in einer der Trauerphasen festzustecken und/oder den Lebensmut zu verlieren.

Trauer nach einem Selbstmord

Eine ganz spezielle Form der Trauer erleben wir bei Selbstmord. Wenn sich ein Mensch in unserer Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis das Leben genommen hat, erfasst uns ein intensiver Strudel der Gefühle.
Die Phase des Schocks, der Erstarrung über das Unvorstellbare, das aber dennoch geschehen ist, kann deutlich länger dauern. Das ist eine Schutzreaktion, denn Körper, Geist und Seele realisieren das Geschehene erst dann, wenn sie es ertragen können. Irgendwie…
Zur Trauer über den Verlust kommen Schuldgefühle, die Fragen, warum wir es nicht verhindern konnten, ob es ganz frühe Anzeichen gab, die wir überfühlt haben und, und, und. Diese Fragen können uns unter Umständen noch Jahre oder Jahrzehnte später immer noch beschäftigen, wenn auch nicht mehr so quälend wie in der Akutphase.
Dazu kommt Scham. Wir fürchten die Reaktionen und Fragen unserer Mitmenschen, die häufig – ungewollt – ungeschickt und taktlos sind anstatt hilfreich. Ein Suizid löst Hilflosigkeit aus. Und anstatt einfach schweigend für die Trauernden da zu sein und zu sagen, dass mein gerade keine Worte findet, reden sich einige Menschen um Kopf und Kragen. Ohne kränkende Absicht natürlich.
Wut. Dieses Gefühl gestehen sich die Hinterbliebenen oft über eine lange Zeit überhaupt nicht zu. Dabei ist die Wut sehr wichtig. Wir dürfen wütend auf den Menschen sein, der lieber ohne uns als mit uns leben wollte. Aus welchen Gründen auch immer. Darüber hinaus ist Wut im Gegensatz zur Depression ein vitales Gefühl. Wut katapultiert uns ein Stück weit aus der Erstarrung ins Leben zurück.
Ein Selbstmord bedeutet für die Zurückgelassenen ein schweres traumatisches Ereignis, das ihr Leben für immer prägen und beeinflussen wird. Zum Beispiel durch ein schwaches Selbstwertgefühl. „Ich war es nicht wert, dass sie/er am Leben geblieben ist“. Oder durch das Bedürfnis, Menschen/Dinge zu kontrollieren. Sich mit Abschieden jeglicher Art schwer zu tun kann auch eine Folge des Traumas sein.
Dennoch ist es möglich, das Geschehene behutsam und heilsam in unser Leben zu integrieren, das sicher anders ist als „vorher“, aber immer noch lebenswert.

„Eigentlich möchte ich…“

„Eigentlich möchte ich …“
So fangen viele Sätze an. Viel zu viele!
Denn du kannst nur das bekommen, was du klar äußerst. Wie sollen denn die Menschen um dich herum wissen was du brauchst? Wenn du nicht sagst, dass du Rosenkohl widerlich findest, wird man ihn dir immer wieder anbieten. Wenn du dich nicht traust zu sagen, dass du den Duft nicht (mehr) magst, den dir deine bessere Hälfte zu jedem Valentinstag schenkt, wird er in deinem Badezimmer bis zur Silberhochzeit rumstehen. 😉
Schließlich sagst du ja beim Metzger auch nicht: „100 Gramm Blutwurst bitte!“, wenn du Corned Beef bevorzugst!
Und wenn du zu müde bist, um noch dieses oder jenes zu tun, hab den Mut, es zu sagen. Auch wenn es vielleicht anders vereinbart war. Dann wissen die Anderen Bescheid und können Rücksicht auf dich nehmen. Aber eben nur dann.
Eine wertschätzende und klare Kommunikation ist eine wichtige Basis für ein respektvolles Miteinander.

Auf neuen Wegen stolpern ist auch ein guter Anfang!

„Verlaufen! Keine Ahnung wo ich hier bin! Gehe ich jetzt weiter vorwärts oder drehe ich um und gehe den Weg zurück?“
Diese Fragen stellte ich mir vor zwei Tagen, als ich mich im Wald auf den Lahnbergen verlaufen hatte. Ziemlich optimistisch war ich von einem Hauptweg nach links auf einen deutlich schmaleren Pfad abgebogen und mir überlegt, in welche Richtung ich gehen müsste, um wieder zu meinem Auto zu kommen.
Blöd nur, dass diese meine Rechnung nicht aufzugehen schien. Stattdessen geriet ich immer tiefer in den Wald, der dazu noch so schlammig war, dass ich ständig auszurutschen drohte.
Irgendwann konnte ich dann sehr schön die Reaktionen meines Körpers auf meine Gedanken beobachten: „Wenn du jetzt hinfällst und dir den Fuß verstauchst, findet dich kein Mensch!“, „Wäre ich doch nur auf dem gewohnten Weg geblieben!“, „Sicher muss ich gleich auch noch aufs Klo!“
Mit jedem gedachten Satz stieg mein Puls, und ich schwitzte trotz der feuchten Kälte.
Dann plötzlich und ENDLICH hilfreiche Gedanken: „Ich schaffe das!“, „Ich verlasse mich auf meinen Instinkt!“, „Umdrehen kann ich immer noch!“, „Ich hab ja mein Smartphone dabei!“
Der tollste Satz aber war: „Wie stolz bin ich nachher, wenn ich auf diesem neuen Weg ans Ziel komme!“
YESSS!!! Und so war es dann auch! Ein bisschen wacklig vor Erleichterung, aber super happy erreichte ich den Hauptweg, der mich zu meinem Auto brachte.
Warum erzähle ich euch das? Weil mir einmal mehr klar wurde, dass es genauso ist mit neuen Wegen, egal ob innen oder außen. Und weil ich einmal mehr die Wirkung meiner Gedanken sofort körperlich spüren konnte.
Zwischendrin kommt auf unbekanntem Terrain immer mal die Unsicherheit, vielleicht sogar die Angst. Du zweifelst und sehnst dich nach deinem alten, ausgelatschten Trampelpfad, den du nicht ohne Grund verlassen hast…
Bleib‘ dran und geh‘ deinen neuen Weg weiter, egal bei welchem Thema und egal in welchem Tempo!

Warum ausgerechnet ich?

„Warum ist es mir/uns nicht vergönnt? Was stimmt nicht mit mir? Was mache ich nur falsch, dass es einfach nicht klappt mit einer Schwangerschaft?“
Diese und so viele andere Fragen höre ich immer wieder in meiner Praxis. Und ich weiß, wie sehr ein offenes Ohr helfen kann. Auch oder gerade wenn sich der Kinderwunsch eventuell nicht erfüllt.
Garantieren kann auch ich keine Schwangerschaft, obwohl ich schon in so vielen Fällen ‚fruchtbar helfen konnte‘: Mit der seit vielen Jahren bewährten Fruchtbarkeitsmassage, der Emotionalen Körpertherapie und anderen Elementen der Psychologie.
Wenn dich diese Worte ansprechen und dich der Kummer gerade sehr belastet, wende dich vertrauensvoll an mich. Unter 06421/98 37 05 vereinbaren wir einen Termin. Nur Mut! Ich freue mich auf dich/euch!

Die ‚leere Zeit‘ dazwischen

Manchmal müssen wir eine ‚alte‘ Tür schließen, damit sich eine neue öffnen kann.
Wenn nur die Zeit dazwischen nicht wäre! Denn es ist ja nicht so, dass wir die eine Klinke in der rechten und die andere in der linken Hand hätten und beide gleichzeitig drücken könnten. Nö, leider nicht!
Wir brauchen die ‚leere Zeit‘ dazwischen, um abschließen zu können, um uns ehrlich einzugestehen, dass sich die alte Tür schon lange – also eigentlich ziemlich lange – nicht mehr richtig öffnen ließ. Obwohl wir es mit allen möglichen und unmöglichen Hilfsmitteln probiert haben.
Um dann endlich, endlich loszulassen. Vielleicht rutschen wir erst mal langsam an der alten Tür runter und sitzen mit dem Rücken angelehnt und lauschen. Ob wir nicht doch noch etwas dahinter hören…
Bis wir dann aufstehen und leichteren Herzens in die leere Zeit gehen, die dann gar nicht mehr so leer ist uns jetzt schon die Richtung zu unserer neuen Tür weist.

Emotionale Körpertherapie – oft der letzte Kick

Es berührt und begeistert mich jedes Mal auf’s Neue, wie schnell und gleichzeitig unendlich sanft die Emotionale Körpertherapie (EKT) meinen Patientinnen und Patienten hilft, sich selbst zu entdecken, zu verstehen und anzunehmen.
Während meiner Ausbildung in dieser Methode damals bei meiner geschätzten Kollegin Birgit Zart, ahnte ich noch nicht, welches Juwel ich da mit nach Hause bringen durfte. Klar, auch als Gesprächstherapeutin habe ich schon so manchen Schatz gehoben. Doch den letzten Kick, den entscheidenden Durchbruch auch bei noch so langwierigen Themen auf physischer und psychischer Ebene habe ich oft mit der EKT. Und auch wenn dabei Tränen der Trauer oder der Wut fließen, am Ende bin ich immer wieder ergriffen von den entspannten Gesichtszügen und strahlenden Augen, die mich nach einer Sitzung anschauen.
Wenn du mehr wissen oder einen Termin vereinbaren möchtest, freue ich mich auf deinen Anruf: 06421/98 37 05.

Ohne das Kind mit dem Kind leben

Wenn ihr Wunschkind unterwegs ist, sind die werdenden Eltern voller Freude und ‚guter Hoffnung.‘
Doch manchmal nimmt diese gute Hoffnung ein jähes Ende. Das Baby stirbt noch im Mutterleib, unter der Geburt oder kurz danach.
Das Unfassbare zu begreifen fällt schwer. Dazu kommen oft gut gemeinte Sätze wie „Ihr seid noch jung und könnt noch viele Kinder haben“, die alles andere sind als ein Trost. Hat man doch sofort Pläne mit dem Baby geschmiedet, sobald der Schwangerschaftstest positiv war.
Trost gibt es in der ersten Zeit auch gar nicht. Die Trauer ist unermesslich. Betroffene Eltern tun sich zusätzlich häufig schwer gemeinsam zu trauern. Jede Trauer ist anders, und Männer und Frauen trauern sehr unterschiedlich. So kann es zu einer Beziehungskrise kommen, in der sich jeder Partner unverstanden fühlt.
In meiner Praxis habe ich viele verwaiste Eltern mit behutsamen Gesprächen durch diese schwierige Zeit begleitet. Oft auch durch eine Folgeschwangerschaft, die immer mit Ängsten belastet ist.
Durch eigene Betroffenheit ist mir diese Thematik nicht nur vertraut, sondern liegt mir auch besonders am Herzen. Ich biete dir/euch einen geschützten Raum für Trauer, Verzweiflung und Wut – aber ganz sicher auch für neue Hoffnung.